Allgemeine Geschäftsbedingungen Gaissau Hintersee Bergbahnen GmbH

Letztes Update, November 2020

Mit dem Kauf des Fahrausweises/Skipasses (im Folgenden allgemein „Fahrausweis), unabhängig bei welcher Stelle dieser Kauf erfolgt (etwa an einer Kasse, im Onlineshop oder von Dritten), erkennt der Kunde die nachstehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Gaissau Hintersee Bergbahnen (in der Folge „Liftgesellschaft“) an und verpflichtet sich diese einzuhalten.

Die für alle Liftanlagen geltenden, behördlich genehmigten Beförderungsbedingungenen sind Bestandteil des Beförderungsvertrages. Sie gelten für die Beförderung von Personen und Sachen, sowie das Verhalten im Bahnbereich und müssen von allen Nutzer der Anlagen eingehalten werden.

Der Beförderungsvertrag wird nur zu den Bedingungen dieser AGB abgeschlossen. Allenfalls widersprechende Bedingungen werden nicht akzeptiert. Diese AGB, die Tarifbedingungen, die behördlich genehmigten Beförderungsbedingungen und die Verhaltensregeln des Internationalen Skiverbandes (FIS-Regeln, siehe unten Punkt 15.) sind Bestandteil des Beförderungsvertrages.

Der Erwerb eines Fahrausweises (Skipasses) berechtigt den Erwerber zur Benutzung der von der Liftgesellschaft betriebenen Seilbahn- und Pistenanlagen.

1. Fahrpreise und Fahrausweise

(1) Die Benutzung der Anlagen ist nur Personen gestattet, für die ein Fahrausweis gelöst ist. Der Fahrgast ist verpflichtet, diesen während der Nutzung der Liftanlagen und Pisten stets bei sich zu tragen und diesen auf Verlangen Mitarbeitern des Liftunternehmens zur Prüfung vorzuzeigen.
(2) Die Fahrpreise werden durch Aushang in den Talstationen bekannt gegeben, wobei Preisänderungen vorbehalten sind.
(3) Die Depotgebühr pro Fahrausweis (Key-Card) beträgt EUR 3,-, Eine Rücknahme von unbeschädigten, funktionsfähigen und aus der aktuellen Wintersaison stammenden Key-Cards wird an den Kassen zu den Öffnungszeiten gewährleistet. Die Depotgebühr wird bei Beschädigung oder Verlust der Key-Card nicht rückerstattet.
(4) Die Fahrausweise sind nicht übertragbar.
(5) Kinder und Jugendliche müssen sich über ihr Alter ausweisen.
(6) Teilrückvergütung für Mehrtagesskipässe nach Wintersportunfällen erfolgt nur bei ärztlich bestätigten Skiunfällen und unverzüglicher Hinterlegung des Skipasses an einer Skipassverkaufsstelle.
(7) Bei nicht oder nur teilweiser Benutzung eines Einzel- oder Zeitfahrausweises wird kein Ausgleich gewährt.
(8) Bei Verlust des Fahrausweises wird kein Ausgleich gewährt.
(9) Der Verlust eines Mehrtagesskipasses oder Saisonskipasses muss unverzüglich an der Kasse bekannt gegeben werden.
(10) Eine Fehlfunktion eines Skipasses ist umgehend an der nächstgelegenen Kasse zu melden. Spätere Reklamationen hinsichtlich Funktion und Verrechnung können nicht berücksichtigt werden.

2. Erhöhtes Beförderungsentgelt

(1) Ein Fahrgast ist zur Zahlung eines erhöhten Beförderungsentgelts verpflichtet, wenn er

  1. sich keinen gültigen Fahrausweis beschafft hat.
  2. sich einen gültigen Fahrausweis beschafft hat, diesen jedoch bei einer Überprüfung nicht vorzeigen kann.
  3. den Fahrausweis auf Verlangen nicht zur Überprüfung vorlegt.
  4. widerrechtlich einen Fahrausweis benutzt, oder mit einem gefälschten Fahrausweis angetroffen wird.

Eine Anzeige bei den Strafbehörden bleibt vorbehalten. Die Liftgesellschaft sieht von einer Verfolgung nach Z 1 ab, wenn das Beschaffen des Fahrausweises nachweislich aus Gründen unterblieben ist, die der Fahrgast nicht zu vertreten hat.
(2) Das erhöhte Beförderungsentgelt des Abs. 1 beträgt das Zweifache des für diese Beförderung vorgesehenen Fahrpreises, mindestens jedoch EUR 50,-.
(3) Das erhöhte Beförderungsentgelt nach Abs 1 Z 2 beschränkt sich auf einen Zuschlag von EUR 10,-, wenn der Fahrgast innerhalb einer Woche ab dem Feststellungstag der Bahn gegenüber nachweist, dass der im Zeitpunkt der Feststellung Inhaber eines gültigen Fahrausweises war.
(4) Etwaige weitergehende Ansprüche bleiben unberührt.

3. Entbindung von der Beförderungspflicht

Ereignisse höherer Gewalt, zB. Witterungsverhältnisse, Schneemangel, Streik, Aussperrung, Betriebsstörungen oder unvorhersehbare Umstände, die die Sicherheit des Fahrbetriebes beeinträchtigen können, lassen die Beförderungspflicht um die Dauer der Behinderung und einer angemessenen Anlaufzeit verschieben oder wegen nicht behebbaren oder nicht zeitgerechter Behebung entfallen. Ein Anspruch auf Rückvergütung besteht in diesem Fall nicht.

4. Haftung und Schadenersatz

(1) Die Bahn haftet nach den jeweils gültigen unabdingbaren gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere des Haftpflichtgesetzes.
(2) Für Verschulden haftet die Liftgesellschaft nur, wenn ihr, den gesetzlichen Vertretern, den leitenden Angestellten oder den Erfüllungsgehilfen (einschl. Hilfskräften) Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt. Dies gilt nicht, wenn Leben, Körper oder Gesundheit des Geschädigten betroffen sind.
(3) Alle nicht ausdrücklich erwähnten Ansprüche – insbesondere auch wegen Versäumnis von Zug- und Bahnanschlüssen – sind, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.
(4) Hinweis-, Verbots- und Sperrtafeln sowie Streckenmarkierungen sind zu beachten.
(5) Für die mit der sportlichen Betätigung verbundenen, sowie für die in den Bergen eigentümlichen Gefahren haftet die Liftgesellschaft ihren Fahrgästen nicht.
(6) Schlechtwetter, Lawinengefahr, unvorhergesehene Abreise, Betriebsunterbrechungen, witterungsbedingte Betriebseinstellungen bei einzelnen oder allen Anlagen, Sperrung von Skiabfahrten, Überfüllung von Pisten usw. geben keinen Anspruch auf Rückvergütung.
(7) In der Vor- und Nachsaison, sowie bei mangelnder Schneelage ist außerdem mit einem eingeschränkten Lift- und Pistenangebot zu rechnen.
(8) Das Kassenpersonal ist angewiesen, sich an alle vorgegebenen Richtlinien zu halten und ist nicht berechtigt, Ausnahmen einzuräumen.
(8) Der Einsatz von Pistenfahrzeugen auch während des Skibetriebes ist jederzeit möglich. Von diesen Geräten ist ein ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten; auf Steilhängen darf sowohl oberhalb als auch unterhalb von Pistenfahrzeugen nur bei Einhaltung eines so ausreichenden Sicherheitsabstandes gequert werden, dass sowohl beim Abrutschen des Pistenfahrzeugs als auch bei einem Sturz des Querenden eine Kollision ausgeschlossen ist. Besonders an unübersichtlichen Stellen, in schmalen Passagen und auf Ziehwegen ist eine solche Fahrweise zu wählen, dass entgegenkommenden Pistenfahrzeugen ausgewichen werden kann.

5. Datenschutz

(1) Beim Kauf eines personenbezogenen Fahrausweises (Saisonkarte) und beim Kauf eines Fahrausweises bei zugelassenen Verkaufsstellen der Liftgesellschaft (etwa Nächtigungsbetriebe, Tourismusverbände) werden personenbezogene Daten des Karteninhabers (Vor- und Zuname, Adresse, etc.) und Kreditkarten- bzw. Kontodaten (bei Kauf mittels Kreditkarte) verarbeitet.
Verantwortlich für die Datenverarbeitung, die hiermit ausdrücklich genehmigt wird, ist die Liftgesellschaft.
Zweck der Verarbeitung ist die Ausstellung des personenbezogenen Fahrausweises sowie die Zusendung von Informationen und Werbung über die Anlagen und Produkte der Liftgesellschaft.
Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der oben angeführten Daten ist die Erforderlichkeit für die Durchführung vertraglicher Maßnahmen.
Die oben angeführten Daten werden an die Liftgesellschaft, die Skidata und ….als Zahlungsdienstleister übermittelt.
Beim Passieren einer mit einer Kamera ausgestatteten Zutrittskontrolleinrichtung wird der Karteninhaber fotografiert. Dieses Foto wird durch die Mitarbeiter des Bergbahnunternehmens mit dem Lichtbild des Karteninhabers auf seinem Skipass zu dem Zweck verglichen, um eine missbräuchliche Verwendung des namensbezogenen Skipasses zu verhindern. Rechtsgrundlage dieser Verarbeitung sind die überwiegenden berechtigten Interessen des Verantwortlichen, die darin bestehen, diesen Zweck zu erreichen.
Der Karteninhaber hat nach Maßgabe der datenschutzrechtlichen Bestimmungen das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerspruch und Übertragbarkeit der Daten. Gemeinsam Verantwortliche dieser Datenverarbeitung sind die Mitglieder des Ski Arlberg, die für die Wahrnehmung der zuvor angeführten Betroffenenrechte zuständig sind. Der Karteninhaber kann sich daher zur Ausübung seiner Rechte an diese Verantwortlichen wenden.
Der Karteninhaber hat das Recht, sich bei einer Aufsichtsbehörde in der EU oder der Österreichischen Datenschutzbehörde in Wien zu beschweren, wenn ein Verstoß gegen Datenschutzrecht vorliegt.
Die beim Passieren einer Zutrittskontrolleinrichtung angefertigten Fotos werden eine Woche nach Anfertigung gelöscht, sofern sie nicht in einem anhängigen oder drohenden Rechtsstreit zu Beweiszwecken benötigt werden. Die anderen Daten werden bis zum Ablauf der für den Verantwortlichen geltenden Gewährleistungs-, Schadenersatz-, Verjährungs- und gesetzlichen Aufbewahrungsfristen aufbewahrt; darüber hinaus bis zur Beendigung von allfälligen Rechtsstreitigkeiten, bei denen die Daten als Beweis benötigt werden.
(2) Um eine missbräuchliche Verwendung des Skipasses zu verhindern (Verarbeitungszweck), kann von jedem Skipassinhaber beim erstmaligen Passieren einer mit einer Kamera ausgestatteten Leseeinrichtung ein Referenzfoto angefertigt werden. Die auf dem Referenzfoto abgebildete Person wird von den Mitarbeitern der Liftgesellschaft mit derjenigen Person verglichen, welche die mit einer Kamera ausgestattete Leseeinrichtung passiert. Das Referenzfoto wird nach Ablauf der Gültigkeit des Skipasses gelöscht, sofern es nicht in einem anhängigen oder drohenden Rechtsstreit zu Beweiszwecken benötigt wird. In diesem Fall wird es bis zur Beendigung des Rechtsstreites aufbewahrt.
Gemeinsam Verantwortliche dieser Datenverarbeitung ist die Liftgesellschaft. Rechtsgrundlage dieser Verarbeitung sind die überwiegenden berechtigten Interessen des Verantwortlichen, die darin bestehen, den Verarbeitungszweck zu erreichen. Dem Karteninhaber stehen die im vorigen Punkt angeführten Rechte zu.
(3) Bei manchen der Anlagen sind Web-Cams installiert. Diese Web-Cams nehmen in Echtzeit und ohne Ton den sie umgebenden Bereich (zB die Umgebung einer Bergstation, einen Ausschnitt einer Piste) auf. Die Bilddaten werden in Echtzeit sowohl im Fernsehen ausgestrahlt als auch auf die Website (www.gaissauhintersee.at) übermittelt, um den Gästen des Skigebiets und Personen, die sich für das Skigebiet interessieren, einen aktuellen Eindruck von Wetter und Pistenbedingungen zu geben.
Obwohl diese Web-Cams einen eher weiten Aufnahmebereich haben und Personen in den Aufnahmen daher nicht oder nur sehr schwer erkennbar sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Web-Cams Bilddaten als personenbezogene Daten erfassen. Wenn und soweit überhaupt personenbezogene Daten verarbeitet werden, bilden die berechtigten Interessen der Verantwortlichen, die darin bestehen, den Verarbeitungszweck zu erreichen, die Rechtsgrundlage dieser Datenverarbeitung und wird hiezu ausdrücklich die Genehmigung erteilt.
(4) Die Ein- und Ausstiegsbereiche der Anlagen werden von den Verantwortlichen videoüberwacht. Der Zweck der Verarbeitung der Bilddaten aus den Videoüberwachungen besteht in der Überwachung von Orten, die dem Hausrecht der Verantwortlichen unterliegen, oder in der Überwachung der Anlagen, um diese zu steuern oder Störungen zu erkennen. Die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung dieser Bilddaten ergibt sich aus dem berechtigten Interesse der Verantwortlichen, das darin besteht, diese Zwecke zu erreichen.
Die Bilddaten aus den Videoüberwachungen werden für 72 Stunden aufbewahrt, es sei denn, das Ende dieser Frist fiele auf einen Sonntag, gesetzlichen Feiertag, Karfreitag oder den 24. Dezember. In diesem Fall werden die Bilddaten bis zum nächsten Tag, der nicht einer der vorgenannten Tage ist, aufbewahrt. In einem vom Zweck der Videoüberwachung erfassten Anlassfall werden die Bilddaten so lange aufbewahrt, wie dies zu Beweiszwecken erforderlich ist.
Im Übrigen wird auf die Datenschutzmitteilung oben verwiesen.

6. Datensicherheit

(1) Die Liftgesellschaft wird alle technisch möglichen und zumutbaren Maßnahmen ergreifen, um die bei ihr gespeicherten Daten zu schützen.
(2) Die Liftgesellschaft ist nicht dafür verantwortlich, wenn es Dritten dennoch gelingt, sich auf rechtswidrige Weise Zugang zu den Daten zu verschaffen. Soweit sie nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig von ihr geschuldete Sorgfalt außer Acht lässt, ist die Geltendmachung von Schäden aus diesem Zusammenhang ausgeschlossen. Um den notwendigen Schutz der Daten zu gewährleisten, ist der Kunde verpflichtet, Passwörter geheim zu halten. Er haftet für alle Schäden, die sich aus der Verletzung dieser Verpflichtung ergeben.
(3) Für die Sicherung seiner Daten ist der Kunde selbst verantwortlich. Die Liftgesellschaft empfiehlt den Kunden den Einsatz eines "Firewall-Systems".

7. Rechtswahl

Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des österreichischen internationalen Privatrechtes, sowie unter Ausschluss des UN-Kaufrechtes und der sonstigen Kollisionsnormen.